Was ein Führungszeugnis zusätzlich beurteilt
Ein Zeugnis für Fach- und Sachaufgaben bewertet Leistung, Arbeitsweise und Verhalten. Bei einer Führungskraft kommt eine ganze Ebene hinzu: die Führungsleistung selbst. Beurteilt werden Führungsstil, Mitarbeiterführung, Ergebnis- und Budgetverantwortung, strategisches Denken und die Fähigkeit, ein Team zu entwickeln. Damit hat ein Führungszeugnis eine doppelte Aufgabe: Es muss belegen, dass die Person fachlich überzeugt hat, und zugleich, dass sie andere erfolgreich geführt hat. Diese zweite Aussage ist die eigentlich wertvolle – und die, die sich am schwersten überzeugend fälschen lässt.
Diese Zusatzebene macht ein Führungszeugnis anspruchsvoller zu lesen. Ein Satz kann viel Fachlob enthalten und trotzdem die eigentliche Führungsfrage offenlassen. Die Logik dahinter erklärt die Geheimsprache im Arbeitszeugnis und der Blick auf einzelne Formulierungen.
- Führungsleistung: Stil, Motivation, Teamentwicklung
- Anerkennung: von Vorgesetzten und – zentral – von Mitarbeitenden
- Ergebnisse: Zielerreichung, Verantwortung, unternehmerisches Denken