Arbeitszeugnis verstehen. Klarheit gewinnen. Besser einordnen.
Verstehen Sie Ihr Arbeitszeugnis, bevor es Ihre Bewerbung begleitet.
Fast jedes Zeugnis klingt freundlich. Das ist kein Zufall: Es muss wahr sein – und es soll die berufliche Zukunft nicht unnötig erschweren. Aus diesem Spannungsfeld heraus steht das Entscheidende selten dort, wo man es zuerst vermutet – sondern in der Wortwahl, in der Reihenfolge und manchmal in dem, was fehlt.
Sie laden Ihr Zeugnis hoch, und es wird als Ganzes gelesen: jede Formulierung im Zusammenhang mit den Aufgaben davor, mit der Reihenfolge und mit dem, was am Schluss steht. Keine Liste mit Standardbedeutungen, sondern die Einordnung genau Ihres Dokuments.
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Warum ein Wörterbuch nicht reicht
Derselbe Satz kann in zwei Zeugnissen zwei verschiedene Dinge bedeuten.
«… erledigte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit.»
Gut – aber nicht sehr gut. Die Bestnote hiesse «zu unserer vollsten Zufriedenheit». Ein Wort Unterschied, eine ganze Notenstufe. So weit käme man tatsächlich mit einer Liste.
Nur: Die meisten Stellen funktionieren nicht so.
«Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitenden war einwandfrei.»
Lagermitarbeiter, kein Kundenkontakt. Der Satz nennt alle Gruppen, mit denen er zu tun hatte. Er ist vollständig, und damit unauffällig.
Verkauf, davor drei Absätze über Kundenberatung. Genau die Gruppe, um die sich das halbe Zeugnis dreht, fehlt im Verhaltenssatz. Nicht der Satz ist die Aussage – die Lücke ist es.
Welcher der beiden Fälle Ihrer ist, steht nicht in diesem Satz. Es steht im Rest des Dokuments: in den Aufgaben davor, in der Reihenfolge der Abschnitte, in der Länge der Bewertung, in dem, was am Schluss fehlt.
Deshalb wird Ihr Zeugnis vollständig gelesen und nicht gegen eine Liste geprüft. Sie bekommen keine Standardbedeutungen, sondern die Einordnung Ihres Dokuments – mit Ihren Formulierungen, in Ihrem Zusammenhang.
Ohne Konto, ohne Abo. Für die Anfrage genügt Ihre E-Mail-Adresse. Namen, Adresse und Geburtsdatum dürfen Sie vor dem Hochladen schwärzen – für die Einordnung der Formulierungen werden sie nicht gebraucht. Ihre Unterlagen werden vertraulich behandelt und nicht zu Werbezwecken weitergegeben; welche Dienstleister an der Verarbeitung beteiligt sind, steht in der Datenschutzerklärung.
Ihr Arbeitszeugnis hochladen
Ihre Auswertung verständlich erklärt
Einzelne Wörter zählen erst im Zusammenhang mit dem ganzen Zeugnis.
Was darin steht
- Jede Bewertungsformulierung im Klartext, mit der Notenstufe daneben.
- Die Stellen, an denen etwas fehlt – eine Personengruppe, eine Kernaufgabe, der Dank am Schluss.
- Der Gesamteindruck: ob Tätigkeiten, Bewertung, Verhalten und Schlussformel zusammenpassen oder sich widersprechen.
- Für jede auffällige Stelle ein Formulierungsvorschlag, den Sie verlangen können.
- Auf Wunsch ein fertiges, sachliches Schreiben an den Betrieb.
So läuft Ihre Auswertung ab
Vom Upload bis zur verständlichen Einordnung: Sie sehen jederzeit, was als Nächstes passiert.
Was Sie hier nicht bekommen
- Keine Rechtsberatung und keine Vertretung. Für eine verbindliche Beurteilung ist eine arbeitsrechtlich qualifizierte Fachperson zuständig.
- Keine Zusicherung, dass Ihr Betrieb etwas ändert. Den Anspruch auf das Zeugnis gibt Ihnen Art. 330a OR; dass es wahr und zugleich wohlwollend zu formulieren ist, hat das Bundesgericht daraus abgeleitet (BGE 136 III 510). Einen Anspruch auf einen bestimmten Wortlaut haben Sie dagegen nicht.
- Kein Wunschzeugnis. Vorgeschlagen wird nur, was sich mit Ihrer tatsächlichen Tätigkeit belegen lässt.
Dafür: CHF 19.– einmalig, Ergebnis als PDF und Word, Zugang 7 Tage gültig, keine Weitergabe zu Werbezwecken.
Arbeitszeugnis besser einordnen
Viele Unsicherheiten entstehen nicht durch ein einzelnes Wort, sondern durch die Kombination aus Note, Formulierungen, Schlussformel und Gesamteindruck. Diese Ratgeber helfen Ihnen, typische Zeugnisfragen gezielt zu verstehen.
Arbeitszeugnis prüfen lassen
Wann eine neutrale Prüfung sinnvoll ist und worauf bei Sprache, Aufbau und Bewertung geachtet wird.
Mehr dazu → BewertungArbeitszeugnis bewerten lassen
Wie der Gesamteindruck eines Zeugnisses entsteht und warum einzelne Sätze selten isoliert betrachtet werden sollten.
Mehr dazu → NotenArbeitszeugnis-Note verstehen
Was typische Notenformulierungen bedeuten und wie sich gute, durchschnittliche oder schwache Bewertungen unterscheiden.
Mehr dazu → FormulierungenFormulierungen im Arbeitszeugnis verstehen
Warum kleine sprachliche Unterschiede grosse Wirkung haben können und welche Formulierungen besonders wichtig sind.
Mehr dazu → ZwischentöneZwischen den Zeilen lesen
Wie Abschwächungen, Auslassungen und ungewohnte Betonungen die Wirkung eines Arbeitszeugnisses verändern können.
Mehr dazu → SchlussformelSchlussformel im Arbeitszeugnis verstehen
Was Dank, Bedauern und Zukunftswünsche aussagen können – und warum eine fehlende Schlussformel auffällt.
Mehr dazu →Weitere Formulierungen und Sonderfälle
Sie möchten nicht jede Formulierung selbst deuten?
Laden Sie Ihr Arbeitszeugnis hoch und erhalten Sie eine verständliche Einordnung von Sprache, Bewertung, Auffälligkeiten und Gesamteindruck.
Arbeitszeugnis jetzt verstehen lassen →Häufige Fragen zum Arbeitszeugnis
Was ein Arbeitszeugnis aussagt, was die Auswertung kostet und wie sie abläuft.
Was ist ein Arbeitszeugnis?
Ein Arbeitszeugnis ist eine schriftliche Beurteilung von Tätigkeit, Leistung und Verhalten durch den Arbeitgeber. Es muss wahr und wohlwollend zugleich sein. Weil Kritik selten offen genannt wird, steckt die eigentliche Aussage oft in Formulierungen, Abstufungen und Auslassungen.
Was kostet die Auswertung?
Die Analyse kostet einmalig CHF 19.– – ohne Abo und ohne Registrierung. Für die Anfrage genügt Ihre E-Mail-Adresse.
Wie lange dauert die Auswertung?
Die Auswertung wird unmittelbar nach dem Zahlungseingang erstellt. In der Regel liegt sie innerhalb einer Stunde in Ihrem Postfach, meist deutlich schneller. Sie lesen das Ergebnis online und speichern es als PDF oder Word; der Zugangslink bleibt 7 Tage gültig.
Ist die Auswertung eine Rechtsberatung?
Nein. Die Auswertung ist eine sprachliche und inhaltliche Einordnung des Zeugnisses. Für verbindliche rechtliche Fragen wenden Sie sich an eine auf Arbeitsrecht spezialisierte Fachperson.
Kann ich mein Zeugnis anonym oder geschwärzt hochladen?
Ja. Persönliche Angaben dürfen vor dem Upload geschwärzt werden, solange die Formulierungen lesbar bleiben. Für die Anfrage ist nur eine E-Mail-Adresse nötig, ein Konto wird nicht angelegt.
Woran erkenne ich ein gutes Arbeitszeugnis?
Achten Sie auf klare, positive Leistungsaussagen mit Steigerung, vollständiges Sozialverhalten und eine warme Schlussformel. Häufen sich Abschwächungen oder fehlen übliche Aussagen, lohnt sich eine genauere Einordnung – etwa ob Ihr Zeugnis gut oder schlecht ist.
