Warum Zukunftswünsche im Arbeitszeugnis wichtig sind
Die Schlussformel ist der letzte Eindruck, den ein Arbeitszeugnis hinterlässt. Sie kommt nach Aufgabenbeschreibung, Leistungsbewertung, Arbeitsweise und Sozialverhalten. Gerade deshalb bleibt sie beim Lesen oft besonders hängen. Ein Zeugnis kann in den vorherigen Abschnitten solide wirken, aber am Ende kühl abschliessen. Dann entsteht schnell ein ungutes Gefühl.
Zukunftswünsche erfüllen dabei eine bestimmte Funktion: Sie zeigen, dass das Arbeitsverhältnis nicht nur formal beendet wurde, sondern dass die Person mit Wertschätzung verabschiedet wird. Wenn zusätzlich Dank und Bedauern enthalten sind, entsteht häufig ein runder, positiver Abschluss. Fehlen diese Elemente, wirkt der Schluss weniger herzlich und manchmal auch weniger überzeugend.
Trotzdem sollte man nicht vorschnell urteilen. Manche Zeugnisse sind einfach knapp geschrieben. Andere verwenden Standardformulierungen. Wieder andere lassen einzelne Bausteine weg, ohne dass damit bewusst Kritik gemeint sein muss. Für Bewerbungen zählt jedoch nicht nur die Absicht des Arbeitgebers, sondern die Wirkung des Dokuments. Genau diese Wirkung sollte man verstehen.
- Dank: zeigt, dass die geleistete Arbeit anerkannt wird.
- Bedauern: zeigt, dass der Weggang nicht gleichgültig wirkt.
- Zukunftswünsche: geben dem Zeugnis einen positiven Abschluss.
- Gesamteindruck: entsteht erst aus allen Abschnitten gemeinsam.